Brave – Eine Browseralternative unter Linux ?

Bereits seit 2016 existiert der Browser Brave vom Entwickler Brandon Eich. Und seit dieser Zeit wird auch viel über das Konzept von Brave diskutiert.

Aber was macht Brave so anders als andere Browser ?

Im Grunde nicht allzuviel. Die Basis von Brave ist die Chromium Engine, wie bei vielen aktuellen Browsern. Jedoch bietet der Browser Brave einen eigenen Adblocker. Aber damit nicht genug. der Browser kann, wenn so eingestellt, eigene Werbung einbinden, für welche man dann entlohnt wird. Die ausgelieferte Werbung hat dabei auch keine Trackereigenschaften, wie normale Werbung. Heißt, man wird von der Werbung nicht beim surfen verfolgt.

Das Entlohnungssystem basiert dabei auf Krypto-Tokens. Eine Art Bitcoin also. Die Werbetreibenden erhalten dabei 70% der Einnahmen von Brave. Was mehr ist, als diese mit normalen Adpartnern normalerweise verdienen.

Hört sich erstmal alles ganz gut an, aber was dem Browser das Leben schwer macht, ist die Tatsache, das die Werbetreibenden sehr ablehnend ihm gegenüberstehen. Zum Beispiel verlangen Werbetreibende die volle Kontrolle darüber wo deren Werbung ausgespielt wird. Das ist mit Brave so derzeit nicht wirklich machbar. Auch werfen die Firmen den Machern vom Browser Erpressung vor, weil sie die eigene Werbung ja blockieren und darüber dann eigene Banner ausspielen und so die Firmen dazu nötigen bei Brave mit einzusteigen. Das alles erinnert sehr stark an die Diskussionen über AdBlock Plus.

Was bedeutet das aber für den Nutzer ?

Erstmal ist der Browser einfach ein Browser wie viele, mit eingebauter AdBlock Funktion. Aktiviert man das Werbe Programm werden einzelne Banner ausgespielt die aber nicht tracken, wie normale Werbebanner auf der Website. Klar ist, das z.B. Qualität im Journalismus auch was kostet und die Verlage sich meist über die Werbeeinahmen finanzieren. Und um bestimmte Standards bei der Qualität zu erreichen brauchen die Verlage die Einnahmen. Derzeit hat wahrscheinlich jeder zweite einen AdBlocker in seinem Browser integriert, was für die Verlage nicht gerade sonderlich angenehm ist. Mit Brave hat der Nutzer die Möglichkeit den Verlagen trotzdem was zurück zu geben, ohne dabei beim surfen über die Seiten hinweg getrackt und ausgewertet zu werden.

Mein Fazit zu Brave !

Ich finde das Konzept von Brave jetzt nicht sonderlich schlecht. Ich bin durchaus bereit für guten Journalismus zu zahlen und sei es nur mit eingeblendeter Werbung. Was ich aber überhaupt nicht mag ist das Tracken des Nutzers über die ganze Surfsession hinweg wie es die Werbetreibenden derzeit leider immer mehr veranstalten. Von daher könnte der Browser die Lösung meines Problems sein. Ansonsten ist Brave wirklich flink und sieht ganz hübsch aus. Lässt einfach nichts vermissen. Selbst ein Script Blocker ist aktivierbar und auch ansonsten wird viel für die Privatsphäre getan. Wer den Browser gerne mal ausprobieren möchte kann ihn ja mal selbst installieren. Er ist für Ubuntu und Linux Mint erhältlich. Installationshinweise gibt es hier: Brave: Installationshinweise

Was haltet ihr vom Konzept und dem Browser an sich ? Schreibt eure Meinung einfach in die Kommentare 😉

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